Wir freuen uns, mit dem vorliegenden Bericht einen Überblick über unsere Tätigkeiten im Jahr 2025 zu geben.
Seit 20 Jahren sind wir mit viel Freude für unsere Projekte engagiert. Unbeirrt durch zwischendurch auftauchende Schwie-rigkeiten sind wir drangeblieben und haben unsere Projekte weitergeführt. Auch der Militärputsch im Juli 2023 und die damit zusammenhängenden Erschwernisse für unsere Arbeit können unseren Durchhaltewillen nicht brechen. Die Zeichen der geopolitischen Entwicklungen in der Sahelregion sind zwar alles andere als rosig, doch das Wissen, dass die Leute vor Ort nicht für die aktuelle Situation verantwortlich sind und ihre Lage ohne unsere Arbeit nur noch schlimmer würde, ist uns Motivation genug, weiterzumachen. Die Welt scheint gerade ziemlich in Schieflage geraten zu sein. Doch wir vertrauen darauf, dass Frieden & Menschlichkeit eines Tages wieder die Oberhand gewinnen werden. Dazu möchten wir mit unserer Arbeit einen kleinen Beitrag leisten.
” Keiner erwartet von dir, dass du die ganze Wüste vor dem Verdursten rettest.
Deine Aufgabe ist es, dieser einen Blume das Leben zu erhalten.”
(Tschad)
Seit dem Putsch im Juli 2023 ist im Niger eine Militärjunta an der Macht. Diese hat im Februar 2025 einen politischen Über-gangsprozess eingeleitet und eine neue Nationalversammlung eingesetzt. Der Putsch-General Tiani wurde dabei mit einer Amtszeit von mindestens fünf Jahren zum Präsidenten ausgerufen – in Anbetracht der seit dem Putsch schwierigen Lage im Land eine sehr lange Zeit.
Die Menschen in Niger haben sich in die neue Situation geschickt, es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig. Die nigrische Bevölkerung leidet enorm unter der serbelnden Wirtschaft. Die Preise für Lebensmittel, für Dinge des täglichen Bedarfs und auch für Baumaterial sind um ein Zwei- bis Dreifaches gestiegen. Die Sicherheitslage ist inzwischen in allen Regionen des Landes katastrophal. Auch in bisher ruhigen Regionen wie Taderass mehren sich Überfälle und Plünderungen in den Dör-fern. Die Führungsschwäche und mangelnde Vernetzung der Regierung mit westlichen Staaten spielen den Islamisten in die Hände, welche sich schon seit Längerem in den Nachbarländern Mali, Burkina Faso, Nigeria und Tschad installiert ha-ben. Alle diese Länder haben sich von Europa ab- und China sowie Russland zugewandt.
Die Militärregierung Nigers lehnt nicht nur die militärische Unterstützung Europas und Amerikas ab, sondern hat inzwischen auch die meisten westlichen Hilfsorganisationen aus dem Land verbannt. Die humanitäre Unterstützung von Frankreich, Deutschland und den USA wurde bereits 2024 eingestellt. Zunehmend werden nun auch weitere europäische Organisatio-nen bei ihrer Arbeit behindert – sehr zum Leidwesen der eh schon an Hunger leidenden Bevölkerung. Glücklich können sich diejenigen schätzen, die noch Arbeit haben und deren Lohn regelmässig bezahlt wird. Dazu gehören auch die Mitarbeiter von TADERASS.
Wie sich die Lage in der Sahelzone geopolitisch weiterentwickeln wird, bleibt ungewiss. Die Anzeichen für ein Ausbreiten und Festsetzen der Islamisten im Sahel mehren sich.
Unsere Projekte im Landesinneren, über 1‘000 km vom Machtzentrum Niamey und 160km von Agadez entfernt, laufen zum Glück trotz der aktuellen Herausforderungen weiter. Unsere Arbeit wird von den neuen Machthabern bisher nicht behindert. Wir vom Vorstand sind deshalb überzeugt, dass es richtig ist, unsere Projekte im gewohnten Rahmen weiterzu-führen und damit diejenigen Menschen zu unterstützen, die es in dieser schwierigen Situation am dringendsten brauchen.
Vorstand und Revisionsstelle
Die Zusammenkünfte im Vorstand erfolgten spontan und in Abhängigkeit von konkret anfallenden Fragen. Vorstand und Revisionsstelle setzten sich im vergangenen Jahr aus folgenden Personen zusammen:
Im letzten Jahr wurden wir von unseren rund 150 Spender/-innen wiederum grosszügig unterstützt. Insgesamt gingen rund Fr. 7‘400 mehr Spendengelder ein, nicht zuletzt „dank“ Trauerspenden im Zusammenhang mit drei Beerdigungen aus unserem Verwandten- und Bekanntenkreis. Die Mitglieder- und Gönnerbeiträge sind ebenfalls Fr. 500 höher ausgefallen als im 2024. Durch die massive Verteuerung von Baumaterialien, Diesel und Medikamenten seit dem Putsch, sind die Kosten für die Projekte im 2025 nochmals deutlich gestiegen. Wir mussten Rückstellungen von Fr. 11‘500 auflösen, um eine ausgeglichene Jahresrechnung präsentieren zu können.
Erfolgsrechnung 2025 im Vergleich:
2025
2024
2023
Total Ertrag
Fr.
54’964.78
47’078.95
53’605.47
Total Aufwand
Fr.
-65‘991.85
-57‘378.85
-63‘906.56
Bildung / Auflösung von Rückstellungen
Fr.
11‘500.00
11‘000.00
12‘000.00
Gewinn per 31.12.
Fr.
472.93
700.10
1‘698.91
Mitglieder
Der Mitgliederbestand betrug Ende 2025 insgesamt 73 Mitglieder und Gönner (+2).
Realisierte Projekte 2025
Da ein Besuch der Projekte vor Ort aus Sicherheitsgründen seit dem Putsch nicht mehr möglich ist, stehe ich per Internet, WhatsApp und Telefon im regen Kontakt mit unseren Verantwortlichen vor Ort. Durch Fotos werde ich regelmässig über den Stand der Projekte informiert. Aufgrund dessen, was ich höre, lese und sehe, bin ich sehr zufrieden. Unsere Leute vor Ort leisten sehr gute Arbeit und sind ihrerseits bemüht, immer wieder gute und tragfähige Lösungen zu finden. Wir danken an dieser Stelle unseren motivierten Mitarbeitern vor Ort, die unser Vertrauen wirklich verdienen!
Grundschule TOUMBALAGA (CHF 4’590)
Auch 2025 unterstützten wir die Grundschule von TOUMBALAGA mit Nahrungsmitteln für 2 warme Mahlzeiten pro Tag. Ebenfalls übernahmen wir die Kosten für das Schulmaterial der rund 45 Kinder. Das Lehrerpaar erhält grosse Unterstützung durch den Dorfchef, dem seine Schule sehr wichtig ist.
Wir haben unsere Unterstützung im bisherigen Rahmen auch für das Schuljahr 2025/2026 zugesagt, wollen aber weiterhin nicht mehr Verantwortung für die Schule übernehmen.
Brunnensanierungen (CHF 20’865)
Brunnen: ABAKA Bauzeit: Jan – Feb 2025 Kosten: 5‘205 CHF (3’470’0000 F CFA)
Brunnen: TCHINABRO II Bauzeit: März – April 2025 Kosten: 4‘755 CHF (3‘170’000 F CFA)
Brunnen: OUKOULANE Bauzeit: Juni – Juli 2025 Kosten: 5‘505 CHF (3‘670’000 F CFA)
Brunnen: GODALA Bauzeit: Aug – Sept 2025 Kosten: 5‘400 CHF (3‘600’000 F CFA)
Ausbildungsstipendium (CHF 608)
Seit 2024 übernehmen wir das Ausbildungsstipendium für Tannaher Kamma. Tanna macht an der Ecole Nationale de la Santé Publique ENSP in Agadez eine 3-jährige Ausbildung zur Krankenpflegerin, wie dies schon ihr Vater KAMMA (Leiter unseres Ambulatoriums) vor ihr getan hat. TADERASS übernimmt die Kosten für Schul- und Bibliothekgebühren, medizinisches Material für die Praktika, Schuluniform und Schulbücher. Für die kleineren Kosten wie Hefte, Kopien etc. kommen ihre Eltern selber auf.
Mobiles Ambulatorium (CHF 19’858)
Im Mrz/April, im Juli/Aug und im Nov/Dez waren wir wieder unterwegs „en brousse“ und haben die Nomaden medizinisch versorgt. Neben Verbrennungen und Ausschlägen bei Kindern, Hautausschlägen und Blutarmut bei Schwangeren sind saisonbedingt auch Atemwegserkrankungen und Malaria sehr häufig. Zu schaffen machte unserer Crew nach wie vor die bereits im Herbst 2024 ausgebrochene Diphterie-Epidemie, welche viele Menschenleben kostete. Wir sind nach wie vor das einzige, derartige Gesundheitsprojekt in der Region und es kommen vermehrt auch Nomaden aus weiter weg gelegenen Campements an unsere Standorte. Die Dauer unserer Einsätze betragen inzwischen 5 Wochen, in welchen wir verschiedene Standorte aufsuchen.
Darmfistel-Operationen (CHF 11’610)
Dank dem seit 2017 eingerichteten Spendenkonto für Fistel-Operationen konnten wir im Jahr 2025 insgesamt 15 Frauen in Agadez operieren lassen. Die Qualen dieser im Innern verletzten, jungen Frauen, ohne jegliche gesundheitliche Versorgung „en brousse“, sind für uns unvorstellbar. Durch die von uns ermöglichte Operation schenken wir den Frauen ein neues, würdevolles Leben. Ihre Dankbarkeit ist enorm gross. Die gute Zusammenarbeit zwischen Kamma und dem nigrischen Gynäkologen ist ein Garant für die erfolgreiche Abwicklung dieses Projektes.
Frauenprojekte (CHF 0)
Frauenprojekte ADERBISSINAT und TCHIN AGAROUF PEUL
Die Tuareg-Frauen in Aderbissinat produzierten das ganze Jahr über Matten für den Verkauf auf dem lokalen Markt.
Die zwei Peul-Frauengruppen in Tchin-Agarouf Peul produzieren ebenfalls Bastmatten und Haushaltsgegenstände und betreiben eine kleine Boutique mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs für die umliegenden Nomaden.
Der Verkauf lief bei allen 3 Kooperativen auch im 2025 weiterhin harzig, weil die Menschen seit dem Putsch noch ärmer geworden sind und ihr Geld hauptsächlich für Nahrungsmittel ausgeben müssen. Weiterhin ist Niger von einer akuten Hungersnot bedroht.
Diverse Nothilfe (CHF 891)
Wir haben allen Mitarbeitern von TADERASS sowie den drei Frauenkooperativen zum Ramadanfest ein Lebensmittelpaket verteilt. Dadurch zeigen wir, dass wir ihren Einsatz wertschätzen und Verständnis für ihre schwierige Situation haben.
Ebenso haben wir uns an den Untersuchungs- und Heilungskosten von Kamma und Akoli beteiligt, zwei unserer Mitarbeiter fürs Ambulatorium. Sie hatten unverschuldet einen schweren Autounfall. Zum Glück sind beide inzwischen genesen und tragen keine schlimmen gesundheitlichen Schäden davon.
Dank
All unseren Spender/-innen und Gönner/-innen danken wir an dieser Stelle ganz herzlich. Ohne sie wäre unser Engagement zugunsten der Menschen in Niger nicht möglich!
Wir freuen uns, mit dem vorliegenden Bericht einen Überblick über unsere Tätigkeiten im Jahr 2024 zu geben.
Seit 20 Jahren sind wir mit viel Freude für unsere Projekte engagiert. TADERASS feiert dieses Jahr also das 20-Jahre-Jubiläum (Gründungsdatum des Vereins am 5. Juli 2005) und wir dürfen auf bewegte 20 Jahre zurückblicken. Allen Schwie-rigkeiten zum Trotz, die in den letzten Jahren immer mal wieder aufgetaucht sind, sind wir dran geblieben und wir haben unsere Projekte unbeirrlich weiter geführt. Weder der Putsch von 2010 und die darauf folgende, unsichere Lage von 2010 bis 2014, der Zusammenbruch Libyens 2011 und die seit 2012 erstarkenden Islamisten in den Nachbarländern Mali / Bur-kina Faso / Nigeria, die Corona-Epidemie 2020 bis 2022, noch der Militärputsch im Juli 2023 konnte unseren Durchhaltewil-len brechen. So soll es auch weiterhin bleiben – Inchallah! Die Zeichen der geopolitischen Entwicklungen in der Sahelregion sind im Moment zwar alles andere als rosig und sie verlangen uns einiges an „Gottvertrauen“ ab. Doch das Wissen, dass die einfachen Leute vor Ort nichts für die aktuelle Situation können und ihre Situation ohne unsere Arbeit nur noch schlim-mer würde, nährt unsere Motivation, weiter zu machen. Auch wenn es wohl noch einige Jahre nicht möglich sein wird, wieder selber in den Niger zu reisen. Die Welt (nicht nur die Sahelregion) scheint gerade ziemlich in Schieflage geraten zu sein, doch wir vertrauen darauf, dass das Pendel irgendwann wieder in die andere Richtung ausschlagen wird und Frieden & Menschlichkeit wieder die Oberhand gewinnen werden. Dazu möchten wir mit unserer Arbeit einen kleinen Beitrag leisten.
” Was du auf dem Feld deines Lebens anbaust, ist wichtiger als die Größe des Feldes.” (Tschad)
Seit dem Militärputsch im Niger vom Juli 2023 hat sich für die Menschen im Niger das Alltagsleben wieder eingependelt. Die Wirtschaft innerhalb Nigers leidet jedoch enorm, weil die Handelsbeziehungen mit den afrikanischen ECOWAS-Staaten und auch Europa stark zurückgegangen sind. Die Preise für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs haben sich verdreifacht. In den staatlichen Schulen fällt der Unterricht wegen Lehrerstreiks regelmässig aus, weil die Löhne von der Regierung nicht bezahlt werden. Vor allem der Bevölkerung in den städtischen Siedlungen geht es schlecht und es gibt kaum mehr Verdienstmöglichkeiten. Als Folge davon hat die Kleinkriminalität im ganzen Land stark zugenommen. Verschärft wird die Situation durch die wieder zahlreich und unkontrolliert ins Land strömenden Migranten aus dem südlichen Afrika.
Glücklich können sich diejenigen schätzen, die einen Job haben und deren Lohn regelmässig bezahlt wird. Dazu gehören auch die Mitarbeiter von TADERASS. Der grossen Mehrheit aber bleibt nichts anderes übrig, als sich mit der Situation zu arrangieren und auf bessere Zeiten zu hoffen. Denn die humanitäre Unterstützung von Frankreich, Deutschland und den USA wurde 2024 eingestellt. Und unter der Auflösung von USAID leiden nun auch Hilfswerke wie z.B. das HEKS, welches nach wie vor noch im Süden und Süd-Westen Nigers tätig ist.
Wie sich die Lage in der Sahelzone geopolitisch weiterentwickeln wird bleibt ungewiss. Die Militärregierungen von Niger, Mali und Burkina Faso haben sich von den Westafrikanischen Staaten (ECOWAS), von Europa (Frankreich, Deutschland) und den USA abgewandt und sich Russland angenähert. Die Anzeichen für ein Ausbreiten der Islamisten aus Mali, Burkina Faso und Nigeria mehren sich. Auch der Nachbarstaat Tschad wackelt, im Januar 2025 konnte ein Militärputsch nur knapp verhindert werden.
Unsere Projekte im Landesinneren, über 1‘000 km vom Machtzentrum Niamey entfernt, laufen zum Glück beinahe wie gewohnt weiter. Unsere Arbeit wird von den Militärs bis dato nicht behindert. Mit unseren Leuten vor Ort stehe ich in re-gelmässigem Kontakt via Telefon und WhatsApp. Fast häufiger als früher, weil es wichtig ist sie spüren zu lassen, dass wir sie nicht vergessen. Mit unseren Projekten geben wir denjenigen Menschen Hoffnung, die es in dieser schwierigen Situati-on am dringendsten brauchen!
Vorstand und Revisionsstelle
Die Zusammenkünfte im Vorstand erfolgten spontan und in Abhängigkeit von konkret anfallenden Fragen. Vorstand und Revisionsstelle setzten sich im vergangenen Jahr aus folgenden Personen zusammen:
Im vergangenen Jahr wurden wir von unseren rund 150 Spender/-innen wiederum grosszügig unterstützt. Insgesamt gingen jedoch Fr. 6‘200 weniger Spendengelder ein. Dies ist auch auf das zunehmend hohe Alter und Ableben verschiede-ner treuer Spender/-innen zurückzuführen. Die Mitglieder- und Gönnerbeiträge sind Fr. 300 tiefer ausgefallen als im 2023. Durch die massive Verteuerung von Baumaterialien, Diesel und Medikamenten seit dem Putsch, sind die Kosten für die Projekte auch im 2024 nochmals deutlich gestiegen. Wir mussten insgesamt Rückstellungen von Fr. 11‘000 auflösen, um eine ausgeglichene Jahresrechnung präsentieren zu können.
Erfolgsrechnung 2024 im Vergleich:
2024
2023
2022
Total Ertrag
Fr.
47’078.95
53’605.47
64’852.61
Total Aufwand
Fr.
-57‘378.85
-63‘906.56
-50‘790.30
Bildung / Auflösung von Rückstellungen
Fr.
11‘000.00
12‘000.00
-12‘000.00
Gewinn per 31.12.
Fr.
700.10
1‘698.91
2‘062.31
Mitglieder
Der Mitgliederbestand betrug Ende 2024 insgesamt 71 Mitglieder und Gönner (- 4).
Grundschule TOUMBALAGA (CHF 4’232)
Auch 2024 unterstützten wir die Grundschule von TOUMBALAGA mit Nahrungsmitteln für 2 warme Mahlzeiten pro Tag. Ebenfalls übernahmen wir die Kosten für das Schulmaterial der rund 45 Kinder. Das Lehrerehepaar erhält grosse Unterstützung durch den Dorfchef, dem seine Schule sehr wichtig ist.
Wir haben unsere Unterstützung im bisherigen Rahmen auch für das Schuljahr 2024/2025 zugesagt. Wir wollen aber weiterhin nicht mehr Verantwortung für die Schule übernehmen.
Brunnensanierungen (CHF 16’232)
Brunnen: TARISSAT
Bauzeit: Feb – März 2024
Kosten: 5‘055 CHF (3’370’0000 F CFA)
Brunnen: TOUGBALANA
Bauzeit: Juni – Juli 2024
Kosten: 5‘072 CHF (3‘170’000 F CFA)
Brunnen: SAMBO
Bauzeit: Sept – Okt 2024
Kosten: 5‘355 CHF (3‘570’000 F CFA)
Mobiles Ambulatorium (CHF 19’404)
2024 waren wir im März/April, im Juli/August und im November/Dezember unterwegs „en brousse“ und haben die Nomaden medizinisch versorgt. Neben Verbrennungen und Ausschlägen bei Kindern, Hautausschlägen und Blutarmut bei Schwangeren sind saisonbedingt auch Atemwegserkrankungen und Malaria sehr häufig. Zu schaffen machte unserer Crew im Herbst 2024 auch eine Diphtherie-Epidemie, welche viele Menschenleben kostete.
Wir sind nach wie vor das einzige, so geartete Gesundheitsprojekt in der Region und es kommen vermehrt auch Nomaden aus weiter weg gelegenen Campements an unsere Standorte. Die Dauer unserer Einsätze beträgt jeweils 4 bis 5 Wochen, in welchen wir verschiedene Standorte aufsuchen. Neben den gestiegenen Diesel- und Medikamentenpreisen ist dies der Hauptgrund für die weiter angestiegenen Kosten.
Darmfistel-Operationen (CHF 9’548)
Dank dem seit 2017 eingerichteten Spendenkonto für Fistel-Operationen konnten wir im Jahr 2024 insgesamt 12 Frauen in Agadez operieren lassen. Die Qualen dieser im Innern verletzten, jungen Frauen, ohne jegliche gesundheitliche Versorgung „en brousse“, sind für uns unvorstellbar.
Durch die von uns ermöglichte Operation schenken wir den Frauen ein neues, würdevolles Leben – ihre Dankbarkeit ist enorm gross. Die Zusammenarbeit zwischen Kamma und dem nigrischen Gynäkologen hat sich gut bewährt.
Frauenprojekte (CHF 0)
Frauenprojekte ADERBISSINAT und TCHIN AGAROUF PEUL
Die 10 Tuareg-Frauen in Aderbissinat produzierten das ganze Jahr über Matten für den Verkauf auf dem lokalen Markt.
Die zwei Peul-Frauengruppen in Tchin-Agarouf Peul produzieren ebenfalls Bastmatten und Haushaltsgegenstände und betreiben eine kleine Boutique mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs für die umliegenden Nomaden.
Der Verkauf lief bei allen drei Kooperativen auch im Jahr 2024 weiterhin harzig, weil die Menschen seit dem Putsch noch ärmer geworden sind und ihr Geld hauptsächlich für Nahrungsmittel ausgeben müssen. Weiterhin ist Niger von einer akuten Hungersnot bedroht.
Wir haben den Frauenkooperativen sowie Mitarbeitenden von TADERASS zum Ramadanfest im April 2024 Reissäcke verteilt, um ihnen zu zeigen, dass wir ihren Einsatz wertschätzen und Verständnis für ihre schwierige Situation haben.
Dank
All unseren Spender/-innen und Gönner/-innen danken wir an dieser Stelle ganz herzlich. Ohne sie wäre unser Engagement zugunsten der Menschen in Niger nicht möglich!
Wir freuen uns, mit dem vorliegenden Bericht einen Überblick über unsere Tätigkeiten im Jahr 2022 zu geben. Auch nach 18 Jahren setzen wir uns – trotz der widrigen Umstände in den vergangenen 3 Jahren – mit viel Freude und grossem Engagement für unsere Projekte ein!
Die Projekte liefen wie gewohnt weiter, auch wenn wir sie im vergangenen Jahr wiederum nur aus der Ferne organisieren und koordinieren konnten. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Grenzraum zu Mali, Burkina Faso, Algerien und Nigeria – musste meine Projektreise auch im Jahr 2022 leider ausfallen. Neben den seit Jahren im Grenzraum tätigen islamistischen Gruppen, ist es vor allem auch zunehmendes Banditentum im Zusammenhang mit den Entdeckungen von Goldvorkommen in der Sahara, welche die Sicherheitslage immer unübersichtlicher werden lässt. Letztendlich ist es aus unserer Sicht besser, unsere Projekte aus der Ferne am Laufen zu halten, als Kopf und Kragen zu riskieren bei einem Besuch vor Ort. Durch immer besser werdenden Handyempfang und die Verbreitung von Smartphones hat sich zum Glück die Kommunikation und der Bilderaustausch zwischen den Verantwortlichen vor Ort und uns in den letzten Jahren deutlich vereinfacht.
Die Preise für Grundnahrungsmittel sind im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Die Dürre Ende 2021, die Klimakrise und die Konflikte in der Sahel-Region bedrohen schon seit längerem die Ernährungssicherheit der Bevölkerung. Seit März 2022 verschärften die Folgen des Ukraine-Krieges diese Situation zusätzlich, Treibstoff- und Nahrungsmittelpreise sind innert kürzester Zeit in die Höhe geschnellt. Schätzungen von swissaid zufolge waren bereits im Juli 2022 rund 4,4 Millionen Menschen im Niger akut von Hunger bedroht. Das waren bereits doppelt so viele wie noch im November 2021.
” Wenn du schnell gehen willst, dann gehe alleine. Wenn du weit gehen willst, dann musst du mit anderen zusammen gehen. “ (aus Mali)
Vorstand und Revisionsstelle
Die Zusammenkünfte im Vorstand erfolgten spontan und in Abhängigkeit von konkret anfallenden Fragen. Vorstand und Revisionsstelle setzten sich im vergangenen Jahr aus folgenden Personen zusammen:
Im vergangenen Jahr wurden wir von unseren rund 190 Spender/-innen einmal mehr sehr grosszügig unterstützt. Die Mitglieder- und Gönnerbeiträge sind zwar leicht tiefer ausgefallen als im Jahr davor, aber von verschiedenen Privatpersonen und auch Firmen/Institutionenhaben wir namhafte Beträge erhalten. So konnten wir zusätzliche Rückstellungen von Fr. 12‘000 bilden.
Erfolgsrechnung 2022 im Vergleich (Details dazu siehe letzte Seite):
2022
2021
2020
Total Ertrag
Fr.
64’852.61
62’540.85
63’692.30
Total Aufwand
Fr.
-50‘790.30
-58‘833.86
-49‘703.42
Bildung / Auflösung von Rückstellungen
Fr.
-12‘000.00
-3‘000.00
-13‘000.00
Gewinn per 31.12.
Fr.
2‘062.31
706.99
988.88
Mitglieder
Der Mitgliederbestand per 31.12.2022 betrug 76 Mitglieder und Gönner (-2).
Realisierte Projekte 2022
Obwohl mein Besuch der Projekte vor Ort auch im Jahr 2022 ausfallen musste, stand ich per WhatsUp und Telefon im regen Kontakt mit unseren Verantwortlichen vor Ort. Sie dokumentierten mich regelmässig mit Fotos über den Stand der Projekte. Aufgrund dessen, was ich gesehen habe, bin ich sehr zufrieden. Unsere Leute vor Ort haben auch im letzten Jahr gute Arbeit geleistet. Wir danken an dieser Stelle unseren motivierten Mitarbeitern, die unser Vertrauen wirklich verdienen!
Brunnensanierungen (CHF 17‘933.72)
Brunnen: RAZOZANE Bauzeit: an 2022 Kosten: 4‘290 CHF (2’570’0000 F CFA)
Brunnen: TABORAK Bauzeit: März 2022 Kosten: 4‘290 CHF (2‘570‘000 F CFA)
Brunnen: ERISS 2 Bauzeit: Juni 2022 Kosten: 4‘280 CHF (2‘570‘000 F CFA)
Auch 2022 unterstützten wir die Grundschule von TOUMBALAGA mit Nahrungsmitteln für 2 warme Mahlzeiten pro Tag. Ebenfalls übernahmen wir die Kosten für das Schulmaterial der rund 45 Kinder. Das junge Lehrer-Ehepaar erhält grosse Unterstützung durch den Dorfchef, dem seine Schule sehr wichtig ist.
Wir haben unsere Unterstützung im bisherigen Rahmen auch für das Schuljahr 2022/2023 zugesagt. Wir wollen wir aber nicht mehr Verantwortung für die Schule übernehmen, solange wir nicht wieder regelmässig vor Ort sein können.
Frauenprojekte (CHF 0)
Frauenprojekt ADERBISSINAT (Bastmatten) Die 10 Frauen produzierten das ganze Jahr über Matten für den Verkauf auf dem lokalen Markt. Der Verkauf lief auch im 2022 nicht so gut wie früher, weil wegen Covid19 und der allgemein schwierigen Wirtschaftslage weniger los war an den Markttagen. Der soziale Aspekt des Projekts war für die Frauen dafür umso wichtiger, damit sie sich gegenseitig unterstützen konnten.
Frauenprojekt TCHIN AGAROUF PEUL (Bastmatten + Boutique) In der seit vielen Jahren bestehenden Kooperative „Tchoumri“ sind über 20 Frauen aktiv. Sie stellen Bastmatten und Alltagsgegenstände wie Matten, Kalebassen etc. her, die sie auf den Märkten verkaufen. Die im 2020 gegründete 2. Gruppe „Wallérou“ betreibt eine Lebensmittel-Boutique; damit die Nomaden das Nötigste vor Ort kaufen und sich den 30km langen Weg nach Aderbissinat ersparen können.
Auch die Peul-Frauen haben die schwierige Wirtschaftslage zu spüren bekommen. Sie sind aber nach wie vor sehr engagiert bei ihrer Arbeit.
Mobiles Ambulatorium (CHF 14‘808.37)
Auch 2022 waren wir im März/April, im Juli/August und im Dezember während eines Monats unterwegs „en brousse“ und haben die Nomaden medizinisch versorgt. Unsere Crew spürt, dass es den Menschen generell schlechter geht und sie sich (noch) schlechter ernähren können als sonst.
Da wir das einzige, so geartete Gesundheitsprojekt sind in der Region, kommen vermehrt auch Nomaden aus weiter weg gelegenen Campements an unsere Standorte. Natürlich versorgen wir alle, die den Weg zu unserem Ambulatorium finden. Auch die lokalen Behörden sind uns sehr dankbar für diese Intervention zugunsten der Bevölkerung, weil wir das einzige, derartige Projekt sind in der Region.
Darmfistel-Operationen (CHF 8‘326.80)
Dank dem seit 2017 eingerichteten Spendenkonto für Fistel-Operationen konnten wir insgesamt 15 Frauen in Agadez operieren lassen. Die Qualen dieser innerlich verletzten, jungen Frauen „en brousse“, ohne jegliche gesundheitliche Versorgung, sind für uns unvorstellbar.
Durch die von uns ermöglichte Operation schenken wir diesen Frauen ein neues, würdevolles Leben – ihre Dankbarkeit ist enorm gross. Die Zusammenarbeit zwischen Kamma und dem nigrischen Gynäkologen hat sich sehr gut etabliert.
Dank
All unseren Spender/-innen und Gönner/-innen danken wir an dieser Stelle ganz herzlich. Ohne sie wäre unser Engagement zugunsten der Menschen in Niger nicht möglich!
Für das kommende Jahr geben wir wieder unseren beliebten Kalender zugunsten unserer Hilfsprojekte heraus. Die schönen Wüstenlandschaften des Tadrart in Süd-Algerien laden zum Träumen ein und lassen die Hektik des Alltags vergessen. Wir sind überzeugt, dass er Euch gefallen wird!
Format: 30 x 42 cm quer Verkaufspreis: Fr. 70.00, zuzüglich Versandkosten Fr. 7.00 (B-Post)
Wir freuen uns, mit dem vorliegenden Bericht einen Überblick über unsere Tätigkeiten im Jahr 2018 zu geben. Auch nach 14 Jahren sind wir mit viel Freude und grossem Engagement für unsere Projekte engagiert. Auf das Erreichte dürfen wir alle stolz sein!
Im Gegensatz zu unserem sehr trockenen Sommer, hat es im letzten Jahr in vielen Teilen Nigers überdurchschnittlich viel geregnet. Auch in der Region TADERASS war das Gras nach dem üppigen Regen gut gewachsen. Die nach der Regenzeit zurück gekehrten Nomaden freuten sich über das ausgiebig vorgefundene Futter für ihre Tiere an den Winterplätzen.
Die Projekte liefen im letzten Jahr allesamt gut. Besonders gefreut hat uns, dass wir dank dem seit 2017 eingerichteten Nothilfefond für Fisteloperationen und der sehr guten Zusammenarbeit mit einem spezialisierten einheimischen Gynäkologen auch im 2018 insgesamt 12 betroffenen Frauen helfen und diese lebensverändernde Operation organisieren und bezahlen konnten. Sie alle haben ein neues, schöneres Leben geschenkt bekommen und sind unendlich dankbar dafür! Das Wissen um das unsägliche Leiden dieser jungen Frauen, denen mit einer Operation und den notwendigen finanziellen Mitteln geholfen werden kann, veranlasst uns, auch im Jahr 2019 wieder einige Operationen ins Budget aufzunehmen. – Einzahlungen für Fisteloperationen sind stets willkommen und können auf das TADERASS-Konto getätigt werden, mit dem Vermerk «Spende für Fisteloperationen».
” Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.”
(Sprichwort aus Uganda)
Vorstand und Revisionsstelle
Die Zusammenkünfte im Vorstand erfolgten spontan und in Abhängigkeit von konkret anfallenden Fragen. Vorstand und Revisionsstelle setzten sich im vergangenen Jahr aus folgenden Personen zusammen:
Auch im 2018 wurden wir von unseren rund 200 Spender/-innen grosszügig unterstützt. Die Mitglieder-und Gönnerbeiträge sind leicht gestiegen; dank eines Legats von Fr. 10‘000 waren auch die Spendeneinnahmen rund Fr. 8’500 höher als im 2017. Die Jahresrechnung präsentiert sich daher sehr erfreulich und wir konnten zusätzliche Reserven bilden.
Erfolgsrechnung 2018 im Vergleich (Details dazu siehe letzte Seite):
2018
2017
2016
Total Ertrag
Fr.
70’083.00
61’380.75
72’788.41
Total Aufwand
Fr.
-55‘181.20
-50’862.31
-59’029.47
Bildung von Rückstellungen für Projekte
Fr.
-14‘000.00
-10’000.00
-13’000.00
Gewinn per 31.12.
Fr.
901.80
518.44
758.94
Mitglieder
Der Mitgliederbestand per 31.12.2018 betrug 80 Mitglieder und Gönner (+4).
Realisierte Projekte 2018
Nach vielen Jahren habe ich mich aus privaten Gründen dazu entschieden, den Jahreswechsel wieder einmal nicht im Niger sondern Zuhause zu verbringen. Im Niger laufen die Projekte gut, die Kommunikation verläuft dank Handy, WhatsUp und Internet um vieles einfacher als früher und ein Memorystick mit aktuellen Fotos der Projekte 2018 erreichte mich Anfangs November durch einen bekannten Tuareg, der auf Heimatbesuch war. So war es auch nicht zwingend notwendig, selber vor Ort zu sein. Die Fotos bestätigen es: Unsere Leute vor Ort haben auch im letzten Jahr gute Arbeit geleistet. Wir danken an dieser Stelle unseren motivierten Mitarbeitern vor Ort, die unser Vertrauen voll und ganz verdienen!
Brunnensanierungen (CHF 16’965)
Brunnen: ERISS
Bauzeit: Februar 2018
Kosten: 4’150 CHF (2’300’0000 F CFA)
Brunnen: EMOUD
Bauzeit: April – Mai 2018
Kosten: 4’190 CHF (2’300’000 F CFA)
Brunnen: TCHIDENENE
Bauzeit: August 2018
Kosten: 4‘130 CHF (2‘300’000 F CFA)
Brunnen: DIYAWA
Bauzeit: Okt – Nov 2018
Kosten: 4’330 CHF (2’460’000 F CFA)
Grundschule TOUMBALAGA (CHF 3’300)
Auch 2018 unterstützten wir die Grundschule von TOUMBALAGA mit Nahrungsmitteln für 2 Mahlzeiten pro Tag und wir bezahlten das Schulmaterial für die rund 30 Kinder. Der bisherige, sehr motivierte Schuldirektor wurde auf Ende Schuljahr 2017/18 leider wegbeordert. Zusätzlich zum neuen Schuldirektor hat die Schule aber eine Lehrerin zugeteilt bekommen; ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Schule im Wachsen begriffen ist. Via unsere Vertrauensleute vor Ort haben wir dem Dorfchef unsere Unterstützung im bisherigen Rahmen weiterhin zugesagt. Nach wie vor wollen wir aber nicht die volle Verantwortung für die Schule übernehmen.
Frauenprojekte (CHF 245)
Frauenprojekt ADERBISSINAT (Bastmatten) Das Frauenprojekt in Aderbissinat läuft wie eh und je sehr erfolgreich. Die 10 Frauen produzieren das ganze Jahr über Matten für den Verkauf auf dem lokalen Markt. Die Frauen sind uns nach wie vor sehr dankbar für die Verdienstmöglichkeit, die ihnen das Mattenprojekt seit 14 Jahren bietet.
Neben dem finanziellen Aspekt ist auch die soziale Bedeutung für die Frauen wichtig, weil ihre Stellung innerhalb der Familie dank des Verdienstes gestärkt wird.
Kosten: 115 CHF für „Geschenke“ an die Frauen und Aufstockung der Kasse
Frauenprojekt TCHIN AGAROUF PEUL (Boutique + Bastmatten) In der Kooperative sind inzwischen über 25 Frauen aktiv, und weitere Interessentinnen aus nahegelegenen Camps würden gerne mitmachen. Bei unserem Besuch im Januar 2018 haben wir den Frauen eine Erhöhung unserer Unterstützung zugesagt unter der Bedingung, dass sich die Neuinteressentinnen ebenfalls in einer Gruppe organisieren und wir diese kennen lernen können. Da ich bisher noch nicht wieder vor Ort war, müssen sich die Frauen aber noch etwas gedulden.
Kosten: 130 CHF für „Geschenke“ an die Frauen und Aufstockung der Kasse
Mobiles Ambulatorium (CHF 13’660)
Auch 2018 waren wir im Februar, im Juni/Juli und im November unterwegs „en brousse“ und haben die Nomaden medizinisch versorgt. Neben Verbrennungen und Ausschlägen bei Kindern, Hautausschlägen und Blutarmut bei Schwangeren sind saisonbedingt auch Atemwegserkrankungen und Malaria sehr häufig. Auch die Aufklärungsarbeit in Gesundheits- und Hygienefragen sowie rund um Geburt und Säuglingspflege nimmt einen grossen Stellenwert ein. Dazu gehört auch die Empfängnisverhütung und das Motivieren vor allem der sehr jungen Frauen, für eine sichere Geburt in die Gesundheitszentren zu gehen.
Darmfistel-Operationen (CHF 11‘826)
Dank dem nach der Mitgliederversammlung errichteten Nothilfefond und unserer finanziellen Reserven konnten wir auch im Jahr 2018 insgesamt 12 Frauen in Agadez operieren lassen. Die Qualen dieser meist jungen Frauen „en brousse“, ohne jegliche gesundheitliche Versorgung, sind für uns unvorstellbar. Durch die von uns ermöglichte Operation schenken wir diesen Frauen ein neues, würdevolles Leben – ihre Dankbarkeit ist enorm gross.
Inzwischen hat sich die Zusammenarbeit mit dem nigrischen Gynäkologen gut eingespielt und er informiert uns jeweils rechtzeitig, wenn er wieder einen Arbeitsaufenthalt in Agadez plant.
Dank
All unseren Spender/-innen und Gönner/-innen danken wir an dieser Stelle ganz herzlich. Ohne sie wäre unser Engagement zugunsten der Menschen in Niger nicht möglich!
Jona, 23. Februar 2019 / Patricia Wenk, Präsidentin
Auch für das kommende Jahr geben wir unseren beliebten Kalender zugunsten unserer Hilfsprojekte heraus. Die schönen Wüstenlandschaften des Essendilène in Süd-Algerien laden zum Träumen ein und lassen die Hektik des Alltags vergessen. Wir sind überzeugt, dass er Euch gefallen wird!
Format: 30 x 42 cm quer Verkaufspreis: Fr. 70.00, zuzüglich Versandkosten Fr. 7.00 (B-Post)
Mit dem vorliegenden Bericht möchten wir einen Überblick über unsere Tätigkeiten im vergangenen Jahr geben. Wir haben vor 11 Jahren mit unserer Arbeit im Niger zugunsten der Tuaregnomaden begonnen, und nach wie vor sind wir mit viel Freude und grossem Engagement dabei!
Unser eigentlicher Erfolg liegt in der Kontinuität, denn diese ist in afrikanischen Ländern keine Selbstverständlichkeit. Zahlreiche kleine, gut gemeinte Initiativen habe ich in den letzten 11 Jahren kommen und gehen sehen. Viele private Projekte überdauern kaum die ersten 3 Jahre. Damit die Projekte langfristig bestehen, braucht es viel Geduld und Durchhaltewillen – für uns hier in der Schweiz aber auch von den Leuten vor Ort. Und es braucht stabile Beziehungen, gegenseitigen Respekt und ein solides Vertrauensverhältnis. Alle drei entstehen nicht von heute auf morgen, sondern eben gerade durch jahrelange Zusammenarbeit. Ganz im Sinne des Sprichwortes aus Südafrika:
Gehe ich vor dir, dann weiß ich nicht, ob ich dich auf den richtigen Weg bringe.
Gehst du vor mir, dann weiß ich nicht, ob du mich auf den richtigen Weg bringst.
Gehe ich neben dir, werden wir gemeinsam den richtigen Weg finden.
Kontinuität schafft auch Vertrauen bei unseren Spender/-innen hier in der Schweiz. So dürfen wir – auch nach 11 Jahren – auf eine breite Spenderschaft zählen, die unsere Arbeit finanziell unterstützt. Ihnen allen danken wir von ganzem Herzen. Jeder einzelne Franken gibt den Menschen im Gebiet TADERASS Hoffnung für die Zukunft!
Vorstand und Revisionsstelle
Die Zusammenkünfte im Vorstand erfolgten spontan und in Abhängigkeit von konkret anfallenden Fragen. Vorstand und Revisionsstelle setzten sich im vergangenen Jahr aus folgenden Personen zusammen:
Auch im vergangenen Jahr wurden wir von unseren rund 200 Spender/-innen grosszügig unterstützt. Die Mitglieder-/Gönnerbeiträge sind gegenüber dem Vorjahr leicht zurück gegangen, dafür sind die Spenden um 15’000 CHF gestiegen. Hauptgrund dafür sind zwei projektgebundene Spenden: 10’000 CHF der Hilda + Walter Motz – Stiftung für das neue Sanitärgebäude in der Schule Aghlal in Garane und 4’100 CHF von verschiedenen Personen für den Brunnen von Habsou (Kamelmilch-Projekt). Der Kauf unseres neuen HILUX-Pickups für die Brunnenbaustellen (14’100 CHF) wurde – wie an der Mitgliederversammlung beschlossen – über die Auflösung von Rückstellungen finanziert. Die Jahresrechnung präsentiert sich ausgeglichen, trotz des deutlich höheren Aufwandes als budgetiert. Mit Aktiven von total 48’255 CHF verfügen wir über eine gesunde finanzielle Basis.
Die Erfolgsrechnung 2015 präsentiert sich im Vergleich wie folgt:
2015
2014
2013
Total Ertrag
Fr.
74’938.49
56’545.30
70’402.20
Total Aufwand
Fr.
-90’675.14
-60’131.50
-62’795.88
Bildung von Rückstellungen für Projekte
Fr.
15’900.00
3’950.00
-7’000.00
Gewinn per 31.12.
Fr.
163.35
363.80
606.32
Mitglieder
Der Mitgliederbestand per 31.12.2015 betrug 78 Mitglieder und Gönner (-2 gegenüber Vorjahr).
Realisierte Projekte 2015
Über den Jahreswechsel war ich, zusammen mit Christine Hauer, wiederum auf Projektreise im Niger. Dank dem Inlandflug Niamey – Agadez konnten wir problemlos in den Norden reisen und alle unsere Projekte persönlich besuchen. Was wir gesehen haben, hat uns sehr gefreut! Unsere Leute vor Ort haben auch im letzten Jahr sehr gute Arbeit geleistet. Alle Projekte laufen bestens bzw. wurden zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt. Wir danken an dieser Stelle unseren ortsansässigen Vertrauensleuten, die unser Vertrauen wirklich verdienen!
In der Schule wurden konstant knapp 50 Kinder in
2 Doppel-Klassen unterrichtet (60% Knaben / 40% Mädchen). Die Kinder erhielten 3mal täglich eine Mahlzeit; dank des seit 2013 installierten Grundwasserbrunnens ist die Trinkwasserqualität sehr gut. Betrieb: 15’200 CHF
Infrastruktur: Im Jahr 2015 haben wir das neue Sanitärgebäude mit 2 Latrinen und 2 Duschen erstellt.
(Fertigstellung Rohbau per Ende Dez 15)
Kosten: 11’800 CHF
Grundschule TOUMBALAGA (CHF 2’700)
Seit einem Jahr unterstützen wir die Grundschule von TOUMBALAGA mit monatlichen Nahrungsmittellieferungen. Dank dieser Unterstützung bekamen die rund 30 Kinder über Mittag regelmässig eine warme Mahlzeit.
Die Schule ist im letzten Jahr stark gewachsen, die finanziellen Bedürfnisse dadurch ebenfalls. Wir haben bei unserem Besuch im Dezember dem Dorfchef und dem Schuldirektor klar machen müssen, dass wir nicht die volle Verantwortung für die Schule übernehmen können. Die Übernahme der Nahrungsmittel für die Schulkantine und das fehlende Schulmaterial haben wir jedoch auch fürs 2016 zugesagt.
Frauenprojekte (CHF 340)
Frauenprojekt ADERBISSINAT (Bastmatten)Das Frauenprojekt in Aderbissinat läuft immer noch sehr erfolgreich. Die 12 Frauen produzieren das ganze Jahr über Matten für den Verkauf auf dem lokalen Markt. Im vergangenen Jahr haben die Frauen die Matten gut verkaufen und dadurch einen beachtlichen Gewinn erzielen können. Sie sind uns nach wie vor sehr dankbar für die Verdienstmöglichkeit, die ihnen das Mattenprojekt seit 11 Jahren bietet. Kosten: 70 CHF
Frauenprojekt TCHIN AGAROUF PEUL (Boutique + Bastmatten)Das Jahr 2015 war für die 16 Frauen in TCHIN-AGAROUF PEUL deutlich besser als das Jahr davor. Das Gebäude für den kleinen Lebensmittelladen konnte dank TADERASS wieder aufgebaut werden. Die Mattenproduktion läuft gut, ebenso stellen die Frauen verschiedene Textilien mit den traditionellen Stickereien her.
Bei meinem Besuch im Januar 2015 haben wir den Kredit um 100’000 CFA erhöht.
Kosten: 270 CHF
Mobiles Ambulatorium (CHF 11’530)
Wir waren im Feb/März, Juni/Juli und Nov/Dez während einem Monat unterwegs in der „brousse“ und haben die Nomaden, darunter viele Frauen und Kinder, medizinisch versorgt. Die Aufklärungsarbeit in Gesundheits- und Hygienefragen sowie rund um Geburt und Säuglingspflege nimmt nach wie vor einen grossen Stellenwert ein.
Auch dieses Jahr konnte unser Team vielen Frauen bei Geburtsschwierigkeiten beistehen und dadurch Leben retten! Es ist aber schwierig, die Nomadenfrauen davon zu überzeugen, für die Niederkunft in den Dispensaire von Aderbissinat oder TchinTaborak zu gehen. Einerseits benötigen sie dafür min. 2-3 Tage auf dem Esel und andererseits wissen die Frauen nicht genau, wann die Niederkunft sein wird.
Ausbildungsstipendium (CHF 2’350)
Akoli Hamidan, Student am CPSP Agadez Akoli Hamidan hat seine 3-jährige Ausbildung am Centre Privé pour la Santé Publique (CPSP) abgeschlossen; er ist nun diplomierter „Agent de santé de base“. Glücklicherweise hat er im Dispensaire in Aderbissinat eine Anstellung gefunden.
Mohamoudane Ag Intilmilsa, Student Ecole des Cadres Niamey
Mohamoudane studiert Kommunikation und Wirtschaft an der école des cadres in Niamey. Er hat das erste Jahr erfolgreich bestanden und ist nun im zweiten Studienjahr. Mohamoudane ist sehr dankbar für die grosse Chance, die er dank unseres Stipendiums bekommen hat.
Dank
All unseren Spender/-innen und Gönner/-innen danken wir an dieser Stelle ganz herzlich!
Auch fürs 2018 geben wir wieder einen Kalender zugunsten unserer Hilfsprojekte heraus. Er gibt Einblicke in den Alltag der Nomaden im Gebiet Taderass, und zeigt, wie sie von unseren Projekten profitieren. Wir hoffen, dass er Euch gefallen wird!
Format: 30 x 42 cm quer Verkaufspreis: Fr. 70.00, zuzüglich Versandkosten Fr. 7.00 (B-Post)
Auch fürs 2018 geben wir wieder einen Kalender zugunsten unserer Hilfsprojekte heraus. Er gibt Einblicke in den Alltag der Nomaden im Gebiet Taderass, und zeigt, wie sie von unseren Projekten profitieren. Wir hoffen, dass er Euch gefallen wird!
Format: 30 x 42 cm quer Verkaufspreis: Fr. 70.00, zuzüglich Versandkosten Fr. 7.00 (B-Post)
Auch fürs 2017 geben wir wieder einen Kalender zugunsten unserer Hilfsprojekte heraus. Er gibt den Menschen ein Gesicht, die dank TADERASS in den vergangenen Jahren ein besseres Leben bzw. eine Perspektive bekommen haben. Wir sind überzeugt, dass er Euch gefallen wird!
Format: 30 x 42 cm quer Verkaufspreis: Fr. 70.00, zuzüglich Versandkosten Fr. 7.00 (B-Post)
60% des Preises kommen wie immer direkt unseren Projekten zugute.